Explizitationen in deutsch–niederländischen Übersetzungen: eine korpusbasierte Analyse erzählender Literatur

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Abstract

Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war, in Übersetzungen im deutsch–niederländischen Sprachenpaar die Häufigkeit von Explizitationen zu untersuchen. Anhand eines Parallelkorpus erzählender Literatur wurde festgestellt, dass die Gesamthäufigkeit von Explizitationen in beiden Übersetzungsrichtungen ähnlich war. Allerdings wurden in deutsch–niederländischer Übersetzungsrichtung mehr Explizitationen mit grammatischer Kohäsionsfunktion gefunden und in niederländisch–deutscher Übersetzungsrichtung mehr obligatorische Explizitationen. Weiterhin wurde festgestellt, dass die Häufigkeit von Explizitationen nicht sank, wenn Originaltexte von anderen Übersetzern erneut übersetzt wurden. Eine wichtige Einschränkung der Arbeit war das Fehlen einer eindeutigen Begriffsbestimmung von Explizitation in der Translationswissenschaft. Viele Studien basieren auf unterschiedliche Definitionen und sind folglich kaum vergleichbar. Die Entwicklung eines übergreifenden Modells wäre eine lohnenswerte Aufgabe für künftige Untersuchungen. Eine Herangehensweise, die nicht auf die bisherigen theoretischen Ansätze basiert, sondern eine Vielfalt empirischer Daten zum Ausgangspunkt nimmt, könnte dabei neue Perspektiven bieten. Die systematische Beschreibung der Unterschiede, die Übersetzungen und Originaltexte aufweisen, anhand von Parallelkorpora wäre eine gute Grundlage.

Keywords

Translationswissenschaft; Übersetzungswissenschaft; Universalien; Explizitation; Benjamin Walter; Erpenbeck Jenny; Mann Thomas; Müller Herta; De Moor Margriet; Grunberg Arnon; Grünberg Arnon; Haasse Hella; Mülisch Harry; Bussink Gerrit; Driessen Hans; Hom Hans; Kossmann Alfred; Roldanus WJA; Schippers Elly; Van Hengel Ria; Wolf Ruth; Baryga Heike; Csollány Maria; Kersten Rainer; Loets Bruno; Seferens Gregor;

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